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Neue Kandidaten
Der Yamaha R6-DUNLOP-CUP präsentierte beim zweiten Rennen gleich drei neue Kandidaten auf dem Podium. In Oschersleben feierte Manou Antweiler (Bleckede, AC MoTeC) seinen ersten Cup-Sieg vor Philippe von Gunten (SUI-Linden, Schnock Juniors by Romero) und Niki Tuuli (FIN-Imatra, AC MoTeC).
Manou Antweiler kam aus dem Grinsen gar nicht mehr heraus. Dabei hatte der Trainingszweite zunächst den Start versemmelt: „Ich sagte mir aber gleich: die Jungs hol ich mir wieder.“ Gesagt, getan. Sechs Runden vor Schluss übernahm der 16-jährige Zimmerer-Azubi die Führung: "Ich versuchte gleich, mich aus dem Staub zu machen, aber so richtig gelang mir das nicht. In der letzten Runde habe ich am Ende der Gegengerade extrem spät gebremst und die Kurve dann innen auf der Kampflinie gefahren. Dabei wäre ich beinahe noch abgeflogen“, räumte Antweiler verschmitzt ein.
„Ich sah den Stunt von Manou, war aber nicht nahe genug dran, um daraus Kapital zu schlagen", berichtete Philippe von Gunten. Der 18-jährige Schweizer hatte sich nach dem Start auf Platz zwei eingereiht und zur Rennmitte sogar drei Runden lang geführt. „Dabei hatte ich zunächst mit Niki zu tun, der auch zwei Mal in Führung ging, ich konnte aber jedes Mal gleich wieder kontern. Als Manou dann vorne war, habe ich ein paar Meter auf ihn verloren und mich in der letzten Runde darauf konzentriert, Platz zwei gegen Niki zu verteidigen“.
Niki Tuuli hatte als Dritter des Trainings beim Start aus der ersten Reihe viele Plätze eingebüßt. „In der ersten Kurve war ich nicht einmal unter den ersten Zehn, habe dann aber voll gepusht und konnte in der ersten Runde gleich fünf Plätze gutmachen. Zwischendurch war ich dann sogar kurzzeitig in Front, aber gegen Ende hatte ich einige heftige Slides." Mit Ausnahme von Hockenheim sind für den ebenfalls erst 16-jährigen Finnen, der im Regentraining sogar Schnellster war, alle Strecken neu. Umso bemerkenswerter, dass der Cup-Rookie schon beim zweiten Rennen ein Podestrang gelang.
Den Start hatte Polesetter Marc Buchner (Königswinter, Fast-Bike-Service-Team Schüller) gewonnen. Der Drittplatzierte vom Auftakt am EuroSpeedway führte auch sechs Runden lang das Feld an, musste aber am Ende mit vier Sekunden Rückstand auf den Sieger mit Platz vier Vorlieb nehmen. „Ich habe erstmals ein Rennen angeführt und musste somit die Pace machen. Das war heute nicht einfach, weil die Wetterbedingungen völlig anders waren, als beim Training und ich nicht wusste, wie stark ich forcieren kann. Zudem bin ich während der Gelbphase sehr vorsichtig gewesen und dabei etwas aus dem Rhythmus gekommen", analysierte Buchner sein Rennen.
Mit Platz fünf zeigte Alain Bonnet (FRA-Barr, Team Rubin Endurance 67) aufsteigende Tendenz. „Beim Auftakt in der Lausitz war ich überhaupt nicht in die Gänge gekommen, ich habe wohl die drei Stürze bei den Tests vor der Saison noch nicht ganz weggesteckt. Diesmal ging es schon etwas besser, zumal ich auch noch erkältet bin. Ich will jetzt die lange Pause bis zum Nürburgring noch einmal zum Trainieren nutzen und hoffe, dass ich dann wieder ganz vorne dabei bin“, sagte der Drittplatzierte des Vorjahres.
Auftaktsieger Marko Nekvasil (AUT-Matzen, GERIN-SKM Emonts RT) musste sich in Oschersleben mit Platz sechs zufrieden geben: „Durch das wechselhafte Wetter in den Trainings hatten wir fürs Rennen leider kein optimales Setup gefunden. Ich merkte rasch, dass ich das Tempo der Spitze nicht mitgehen konnte und beschloss Schadensbegrenzung zu betreiben und so viele Punkte wie möglich mitzunehmen. Kurz vor Schluss habe ich mir auch noch einen Fehler geleistet, bin über die Curbs gerumpelt und habe mir dabei Felge und Reifen beschädigt." Immerhin reichte Rang sechs, um die Führung in der Gesamtwertung zu verteidigen.
Patrik Kosiniak (Tarnow, Artman Racing Motopoint) kam einen Platz dahinter ins Ziel: "Am Anfang war ich einmal mehr zu vorsichtig und habe einige Positionen verloren. Die zweite Rennhälfte war dann viel besser Ich muss einfach daran arbeiten, in den ersten Runden mehr zu pushen", erklärte der Pole.
Marcel Weihe (Petershagen, Selecta-Racing-Motorrad Weihe) verbesserte sich im Vergleich zum ersten Rennen um eine Position und behielt im Kampf um Platz acht knapp die Oberhand. Ville Valtonen (Kotka, Motorservice Tretow) musste sich nur hauchdünn geschlagen geben. "Als es am Samstag im ersten Qualy anfangs noch trocken war, war ich zu vorsichtig, im Regen war dann keine Verbesserung der Startposition möglich. Genauso habe ich leider auch das Rennen begonnen. Immerhin passte mein Speed in der zweiten Rennhälfte, aber die jungen Burschen haben schon mächtig angegast", räumte der 28-jährige Finne ein. Nur drei Zehntel dahinter kam Andreas Klambauer (AUT-Tragwein, Leebmann Racing Team Klambauer) ins Ziel.
Die restlichen Punkterängen belegten Julian Puffe (Schleiz, PRP-Racing Motorradtke), Florian Müller (Grünwald, BBM e.V. Motopoint), Robert Neubert (Chemnitz, Motorradtke-ADAC Sachsen), Toprak Razgatlioglu (TUR-Antalya, Romero) und Max Fritzsch (Claußnitz, RTH-Racingteam Hunger). Fritzsch verschenkte dabei durch eine 20 Sekunden-Zeitstrafe für einen Frühstart genauso eine bessere Platzierung, wie der Türke Razgatklioglu, der durch einen Ausritt ins Kiesbett zwischenzeitlich bis auf Platz 21 zurückgefallen war.
Stand nach 2 von 8 Rennen: 1. Marco Nekvasil (35 Punkte), 2. Manou Antweiler (33), 3. Philippe von Gunten (29), 4. Marc Buchner (29), 5. Toni Riedel (20), 6. Ville Valtonen (20), 7. Patryk Kosiniak (20) 8. Alain Bonnet (17), 9. Niki Tuuli (16), 10. Andreas Klambauer (16).
www.yamaha-cup.de
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